Martin-von-Cochem-Gymnasium ist Europaschule

Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für die Aktivitäten der Lehrer und Schüler im Bereich von Schüleraustauschen, internationalen Wettbewerben, Fremdsprachenangeboten, Demokratieerziehung und des bilingualen Fächerangebots. Am 1. März 2017 erhielt eine Delegation der Schule in Mainz stellvertretend für die Schulgemeinschaft des MvCG feierlich das Zertifikat „Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz.“

Zurzeit wird viel über Europa und die Konflikte zwischen nationalen und europäischen Interessen und damit den Sinn der europäischen Einheit diskutiert. Doch die europäische „Einheit in Vielfalt“ ist unverzichtbar für die Sicherung des Friedens in Europa! Es ist ein Ziel der Schule, mit internationalen Begegnungen und durch klare Positionierung ein wenig dazu beizutragen, dass dies bewusster wahrgenommen wird.

Laut Leitbild ist es außerdem ein Anliegen der Schule, „zusammen mit den Schülerinnen und Schülern fachliche, ethische und mediale Fähigkeiten weiterzuentwickeln, die dazu befähigen, Wissen weiterzugeben und auszutauschen sowie an demokratischen Prozessen teilzuhaben und Einfluss zu nehmen.“ Demokratie und Rechtstaat existieren in Deutschland und Europa seit Jahrzehnten, als seien sie selbstverständlich. Sie sind Voraussetzung für die Freiheit des Einzelnen, Rechtssicherheit und Wohlstand. Nun, da vieles in Frage gestellt zu sein scheint, muss eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation stattfinden und es gilt die Bestrebungen zum Erhalt unserer Werte mit Leben und Leidenschaft zu füllen. Gymnasiale Bildung und das Bewusstsein der eigenen Tradition, die durchaus eine Tradition der Vielfalt ist, sollen dabei helfen.

Schulleiterin Michaela Koch für die MvCG-Gemeinschaft

 

Europa-Staatssekretärin Heike Raab und Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann bei der Zertifikatsübergabe

 

Pressemitteilung der Staatskanzlei:

Elf neue Europaschulen zertifiziert

Heike Raab: Europäisches Bewusstsein bei Kindern und Jugendlichen stärken

„Vorteile der Europäischen Einigung wie Reisen ohne Grenzen und eine gemeinsame Währung halten viele Menschen inzwischen für selbstverständlich. Erst nach dem Brexit-Referendum der Briten wird manchen bewusst, dass man sich jeden Tag neu für Europa einsetzen muss. Deshalb ist die Stärkung eines europäischen Bewusstseins bei Kindern und Jugendlichen heute wichtiger denn je. Ich freue mich, dass wir mit der Zertifizierung von elf weiteren Europaschulen nun 39 Schulen mit dieser Ausrichtung im Land haben werden.“ Das hat Europa-Staatssekretärin Heike Raab bei der Überreichung der Zertifikate heute in der Berufsbildenden Schule I, Gewerbe und Technik, in Mainz betont.

„Wir wollen den europäischen Gedanken in der schulischen Bildung fördern“, sagte Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann bei der Zertifikatsfeier. Seit 2015 gibt es in Rheinland-Pfalz das Angebot der Landesregierung, Schulen als Europaschule zu zertifizieren. „Der bisherige Erfolg kann sich sehen lassen. Bereits zum dritten Mal verleihen wir den Titel an rheinland-pfälzische Schulen“, so Beckmann.

Für die Vergabe des Zertifikats „Europaschule“ wurden auf Rheinland-Pfalz zugeschnittene Kriterien entwickelt. Von Beginn an war es das Ziel, alle Schularten, von der Grundschule bis zu den berufsbildenden Schulen, einzubeziehen. Für die Zertifizierung müssen vier Schwerpunkte umgesetzt sein:

  1. Europäisches und interkulturelles Profil
  2. Internationale Begegnungen und Europa-Projekte
  3. Fremdsprachen (erweitertes Fremdsprachenangebot, Bilinguale Angebote)
  4. Zusätzliche Qualifikationen (z.B. Fortbildungen, Teilnahme an europäischen Wettbewerben)

Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern sollen das Konzept mittragen. Die Bewerbungen werden von einer Jury begutachtet. Sie besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Bildungsministeriums, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, des Pädagogischen Landesinstitut, der Landeszentrale für politische Bildung, der Europa-Union und der Landesver-tretung in Berlin.

Bisher waren 28 Schulen zertifiziert, in der dritten Runde bewarben sich 14 weitere Schulen um den Titel Europaschule. Elf davon erhielten nun den Titel. Jährlich sollen sich in Rheinland-Pfalz weitere Schulen um das Zertifikat Europaschule bewerben können.

Bei Netzwerktreffen wurden die bisherigen Europaschulen zusammengeführt, um so eine Zusammenarbeit aufzubauen. Gerade beim Konzept der Europaschulen ist es wichtig, dass sich die Schulen untereinander austauschen und daraus Anregungen gewinnen, um ihre Profile zu schärfen oder zu erweitern. Auch nach den heutigen Zertifizierungen sind weitere Treffen geplant.

Die Landesvertretung fördert für die Europaschulen bis zu zehn Informationsfahrten im Schuljahr nach Brüssel mit einem Zuschuss von jeweils 1.000 Euro. So können sich die Europaschulen vor Ort über die Arbeit der EU-Institutionen informieren und Europa mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten kennenlernen. Dieses Angebot wird von den Europaschulen gut angenommen, in diesem Schuljahr haben sich schon sechs Schulen beworben. Weitere Zuschüsse für Fahrten sind möglich. Außerdem werden schulische Projekte im Rahmen der Europawoche gefördert.

 

Foto rechts: Europa-Staatssekretärin Heike Raab beim Imbiss mit der Delegation aus Cochem (Stefan Schenk, Falk Hartmann, Jens Mindermann, Marina Weinem, Karina Kortlüke und Michaela Koch)

Foto oben: Übergabe mit Heike Raab und Staatssekretär Hans Beckmann

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