Insektenhotel hat noch Zimmer frei

 

Schülerinnen und Schüler des Martin-von-Cochem-Gymnasiums bauten im Rahmen der Europa-Projekttage für Insekten ein artgerechtes Zuhause. Die Projektleiter Herr Berg (Hausmeister und Schreiner) und Frau Schauf (Biologielehrerin) leiteten mit ihrem beruflichen Wissen das Projekt fachlich und praktisch an. Dass es sich bei Artenschutz um ein zentrales europäisches Thema handelt, ist gerade in diesen Tagen der Meldungen über drastisches Insektensterben und über die europäischen Diskussionen zu Herbiziden und Pestiziden, besonders bewusst: Die Veränderungen in Natur und Kulturlandschaft haben Auswirkungen auf die Bestäubung von Nutzpflanzen sowie für die Entwicklung von Vogelpopulationen.

Wildbienen zum Beispiel finden im löchrigen Holz optimale Brutplätze und können hier auch überwintern. Da sie sich von Nektar und Pollen ernähren, tragen sie zur Bestäubung von Zier- und Nutzpflanzen bei. Marienkäfer dagegen nutzen ihr Gästezimmer hauptsächlich nachts und im Winter. Sie ernähren sich von Spinnmilben und Blattläusen und tragen damit zur Schädlingsbekämpfung bei. In unserer Kulturlandschaft verschwinden immer mehr dieser natürlichen Schlupflöcher, was sich zurzeit bereits im Bestand der Tiere bemerkbar macht. Weitere Gäste im Hotel werden Hummeln, Käfer, Mauerbienen und Schmetterlinge sein. Die Schülerinnen und Schüler lernten in dieser Projektzeit vieles über die Lebensbedingungen der Insekten und wendeten es an. Jeder Teilnehmer hatte die Gelegenheit, ein kleineres Insektenhotel zu bauen und mit nach Hause zu nehmen.

Innogy, eine Tochtergesellschaft des Energieversorgers RWE förderte dieses Projekt mit 2200 Euro. Herr Gerd Schmittgen hatte als ehemaliger Mitarbeiter von Innogy dankenswerter Weise die Projekt- Patenschaft übernommen und so zusätzlich den Bau von Sitzbänken für Naturbeobachter im Umfeld des Insektenhotels ermöglicht.

In der Umgebung des Hotels wurde außerdem ein größeres Beet mit Kräutern, Stauden und Frühblühern gestaltet. Diese können zum einen im Biologieunterricht als Anschauungsmaterial verwendet werden und zum anderen ziehen sie Gäste für das noch nicht ganz ausgebuchte Hotel an.

 

 

Bericht von M. Koch
Dank an Frau Schauf, Frau Dr. Hefele und Herrn Schenk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.