Mentale Gesundheit in den Fokus des Schulgeschehens gerückt

Mentale Gesundheit mehr in den Fokus des Schulgeschehens gerückt: Online-Workshop „Stress und Stressbewältigung – Themen für die Schule?!“

Jeder Mensch erlebt einmal stressige Phasen. Aber was ist Stress überhaupt? Wie entsteht Stress und was macht er mit uns? Wie wirkt sich Stress auf das Lernverhalten aus und warum ist in Folge der Coronapandemie der Stresspegel vieler Schülerinnen und Schüler gestiegen?

Mit all diesen Fragen beschäftigten sich am 22.06.2022 rund 30 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern des Martin-von-Cochem-Gymnasiums im Rahmen eines zweistündigen Online-Workshops. Der Schulpsychologe Dr. Jörg von Irmer präsentierte auf sehr anschauliche Weise die Bedeutung dieses Themas für den Schulalltag.

Nachdem die grundsätzlichen Fakten über Stress geklärt wurden, erläuterte Jörg von Irmer, welche möglichen Bewältigungsstrategien (Coping) es gibt. Hierbei verdeutlichte er den Unterschied zwischen langfristig wirksamen und maladaptiven Bewältigungsstrategien, wie zum Beispiel das Spielen von

Low HRQoL (low health related quality of life) bedeutet übersetzt etwa "niedrige gesundheitsbezogene Lebensqualität". Diese korreliert unter anderem mit chronischen Beschwerden, Ängsten und anderen psychosozialen Auswirkungen. Die Tabelle zeigt einen signifikaten Anstieg verminderter Lebensqualität nach den ersten beiden Corona-Wellen im Vergleich zur Vor-Corona-Phase.
Low HRQoL (low health related quality of life) bedeutet übersetzt etwa „niedrige gesundheitsbezogene Lebensqualität“. Diese korreliert unter anderem mit chronischen Beschwerden, Ängsten und anderen psychosozialen Auswirkungen. Die Tabelle zeigt einen signifikaten Anstieg verminderter Lebensqualität nach den ersten beiden Corona-Wellen im Vergleich zur Vor-Corona-Phase.

Computerspielen. Am Ende trug Herr von Irmer die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zu den Auswirkungen der Coronapandemie auf Schülerinnen und Schüler vor. Aus diesen geht hervor, dass sich durch die Einschränkungen in Folge der Pandemie die psychosoziale Gesundheit der Schülerinnen und Schüler verschlechtert hat und viele von ihnen unter psychischen Folgen wie Konzentrationsmangel, Niedergeschlagenheit und Ängsten leiden. Jörg von Irmer betonte daher die Wichtigkeit eines Bewusstseins für die Belastungen der Schülerinnen und Schüler sowie der Schaffung von schulischen Angeboten zur Gesundheitsförderung.

Die Idee zu dieser Veranstaltung entstand auf Anregung der Oberstufensprecherinnen Ariane Bukschat und Alishah Noor Sheikh, die sich in diesem Schuljahr zum Ziel gesetzt haben, das Thema mentale Gesundheit mehr in den Fokus des Schulgeschehens zu rücken. Gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin Marion Schmitz wurde der Vortrag geplant, der offen für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft sein sollte. So war der Workshop ein besonderes Ereignis, bei dem Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen als Lernende teilgenommen haben. Für das nächste Schuljahr sind weitere Angebote in diesem Themenbereich von unserer Schulsozialarbeiterin geplant.

Quellen der Präsentation: Lizenz CC BY 4.0 Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz. Creatice Commons Namensnennung 4.0 International: http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de; pixabay.com;

Artikel: Marion Schmitz

Fotos: Anne Strehlow

 

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