
Seit Jahren pflegen das Martin-von-Cochem-Gymnasium und die Partnerschule in Cieszyn einen Schüleraustausch. Neu war in diesem Jahr, dass die einwöchige Begegnung erstmals als Erasmus+-Projekt lief. Je 16 Schülerinnen und Schüler beider Schulen nahmen teil und wohnten während der Woche bei Gastfamilien.
Inhaltlich ging es vor allem um interkulturelles Lernen, europäische Geschichte und demokratische Werte. Gleich zu Beginn lernten die Jugendlichen bei Stadtführungen durch Cieszyn und Museumsbesuchen einiges über polnische Sprache, Kultur und Geschichte. Hinzu kamen ein gemeinsamer Unterrichtsbesuch und die Arbeit in deutsch-polnischen Teams, was nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern auch das gegenseitige Verständnis förderte.
Besonders nachhaltig wirkte der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Die Schülerinnen und Schüler bereiteten sich darauf intensiv vor und sprachen anschließend in Reflexionsrunden über das Erlebte – über Erinnerungskultur, deutsch-polnische Geschichte und die Frage, wie Ausgrenzung und Extremismus überhaupt entstehen können.
Daneben blieb auch Zeit für andere Programmpunkte: eine Exkursion in die Beskiden mit Kochworkshop, ein Projekttag in Krakau zur jüdischen Geschichte der Stadt und ein deutsch-polnisches Kunstprojekt unter dem Titel „Einheit in Vielfalt“. Tanzworkshops, Stadtrallyes und der Alltag in den Gastfamilien rundeten die Woche ab.
Am Ende hatten die Jugendlichen nicht nur ihr Englisch, Deutsch und (in manchen Fällen) Polnisch verbessert – sie nahmen vor allem viele persönliche Eindrücke und ein gestärktes Bewusstsein für Europa mit nach Hause.
Finanziert wurde das Projekt aus Erasmus+ Mitteln.
Begleitet wurde die Gruppe von Falk Hartmann und Julia Engel.





Schreiben Sie einen Kommentar